Tipp: Nachhaltigkeit
Unverpackt einkaufen
Unverpackt einkaufen bedeutet, Produkte ohne Einwegverpackungen zu kaufen und stattdessen eigene Behälter zu nutzen. Ziel ist es, Verpackungsmüll – vor allem Plastik – zu vermeiden. Werden vorhandene Behälter ausreichend häufig genutzt und ersetzen sie Einwegverpackungen, kann dadurch auch der Bedarf an neuen Verpackungsmaterialien reduziert werden.
Welche Vorteile hat unverpacktes Einkaufen?
Verpackungen tragen zum Hausmüll bei. Wer unverpackte Produkte anstelle vergleichbarer verpackter Produkte kauft, kann diesen Verpackungsmüll direkt reduzieren. Gleichzeitig lässt sich häufig genau die Menge kaufen, die tatsächlich benötigt wird. Das kann Lebensmittelabfälle und unnötige Ausgaben verringern. Einige unverpackte Produkte stammen zudem aus regionaler oder biologischer Erzeugung. Ob dadurch Transportwege oder Umweltbelastungen sinken, hängt jedoch von Herkunft, Anbauweise, Verarbeitung und Transport ab.
Wo und wie kann man unverpackt einkaufen?
In Unverpackt-Läden werden Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte, Nüsse, Müsli oder Gewürze offen angeboten und nach Gewicht abgerechnet. Eigene Behälter werden vorher gewogen, befüllt und an der Kasse berechnet.
Auch auf Wochenmärkten, beim Bäcker oder an der Frischetheke im Supermarkt lassen sich viele Produkte verpackungsarm kaufen. Obst und Gemüse werden in vielen Geschäften lose angeboten, Pfand- und Mehrwegsysteme ergänzen den unverpackten Einkauf.
Unverpackt einkaufen Schritt für Schritt
Der Umstieg muss nicht komplett erfolgen. Schon einfache Maßnahmen wie mehrfach verwendete Stoffbeutel, Brotbeutel oder Schraubgläser können dabei helfen, Einwegverpackungen zu vermeiden. Entscheidend ist, dass wiederverwendbare Behälter möglichst lange und häufig genutzt werden. Wer bewusst auswählt, wo eine Verpackung notwendig ist und wo darauf verzichtet werden kann, kann den eigenen Verpackungsabfall im Alltag reduzieren.