Grundriss lesen wie ein Pro – Tipps für deine erste eigene Wohnung
Grundriss richtig lesen – kein Hexenwerk!
Du hast deine erste eigene Wohnung an der Angel, aber der Grundriss sieht für dich aus wie ein geheimnisvoller Code? Chill – ist halb so wild! Sobald du ein paar Basics draufhast, erkennst du, wie deine künftige Wohnung aufgebaut ist, wo deine Couch hinpasst – und ob das Badezimmer Tageslicht hat oder nicht.
Ein Grundriss zeigt die Wohnung von oben, also eine Art Vogelperspektive. Du siehst, wie die Räume aufgeteilt sind, wo die Wände, Türen und Fenster sitzen und wie groß alles ist. Klingt trocken? Wird aber richtig spannend, wenn du dir vorstellst, wie du dort bald einziehst.
Wichtig ist der Maßstab. Meistens ist ein Grundriss im Maßstab 1:100 gezeichnet – das heißt, 1 cm auf dem Plan entspricht 1 Meter in echt. An den Rändern des Plans findest du oft Maßketten – also Zahlenlinien, die dir genau zeigen, wie lang oder breit ein Raum ist. So kannst du easy ausrechnen, ob dein Schreibtisch in die Ecke passt oder ob dein Bett vor die Heizung knallen würde. Tipp: Schnapp dir ein Lineal und rechne mal nach!
Du wirst beim Lesen auch auf Abkürzungen stoßen – keine Panik, das ist Standard. SZ steht für Schlafzimmer, WZ für Wohnzimmer, K für Küche, B für Bad, WC ist das Klo, EG das Erdgeschoss, OG das Obergeschoss, DG das Dachgeschoss – und so weiter. Wenn dir was unklar ist, hilft ein Blick in die Legende des Grundrisses. Die erklärt dir alle Symbole und Kürzel.
Und dann geht’s ans Eingemachte: Wände sind unterschiedlich dargestellt – dicke Linien stehen meist für Außenwände, dünne für Innenwände. Fenster erkennst du an schmalen, durchgezogenen Rechtecken in der Wand, Türen an einem „aufgeschwungenen“ Strich oder einem angedeuteten Bogen, der zeigt, wie sie aufgeht. Gerade das ist super wichtig, um zu sehen, ob du Möbel überhaupt so stellen kannst, wie du willst – oder ob die Tür ständig gegen deinen Kleiderschrank knallt.
Auch Treppen werden auf dem Grundriss angezeigt – meist mit einem Pfeil, der zeigt, wo’s hochgeht. Die kleinen Striche sind die Stufen. Und im Dachgeschoss wirst du oft gestrichelte Linien sehen – die stehen für Dachschrägen oder Fenster, die du von oben nicht direkt siehst. Wenn du also unter dem Dach wohnst, weißt du, wo du den Kopf lieber einziehst.
Was du ebenfalls wissen solltest: In vielen Grundrissen wird mit Schraffuren gearbeitet – die sehen aus wie kleine Muster in den Wänden und geben Hinweise auf Materialien oder besondere Bereiche. Auch das findest du in der Legende erklärt.