Tipp: Mobilität
Wann lohnt sich Carsharing? Vorteile, Kosten & Entscheidungshilfe
Carsharing ist längst mehr als ein Trend. Gerade in Städten ermöglicht es vielen Menschen, Autofahrten zu erledigen, ohne ein eigenes Fahrzeug zu besitzen. Doch wann rechnet sich das Modell?
1. Wenn du selten fährst
Der wichtigste Faktor ist die Nutzungshäufigkeit. Wer nur gelegentlich fährt – zum Beispiel für den Wochenendeinkauf, Ausflüge oder einzelne Termine – kann mit Carsharing gegenüber einem eigenen Auto Kosten sparen.
Ein eigenes Auto verursacht Fixkosten wie:
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Versicherung
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Kfz-Steuer
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Wartung
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Wertverlust
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Stellplatz
Diese Kosten fallen auch an, wenn das Auto kaum bewegt wird. Beim Carsharing entstehen die Kosten in der Regel abhängig von der tatsächlichen Nutzung und dem gewählten Tarif.
2. Wenn du in der Stadt wohnst
Carsharing kann sich besonders in urbanen Gebieten anbieten:
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Gute Verfügbarkeit von Fahrzeugen
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Kurze Wege zu den Fahrzeugen
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Hohe Parkplatzkosten für Privatfahrzeuge
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Häufig gute Kombinationsmöglichkeiten mit dem öffentlichen Nahverkehr
In ländlichen Regionen ist das Angebot häufig geringer. Dort kann ein eigenes Auto je nach Wohnort und Mobilitätsbedarf praktischer sein.
3. Wenn du flexibel bleiben willst
Carsharing bietet je nach Anbieter:
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Unterschiedliche Fahrzeugtypen
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Keinen eigenen Aufwand für Wartung oder Reifenwechsel
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Keine dauerhafte Bindung an ein bestimmtes Fahrzeug
Damit kann es sich beispielsweise für gelegentliche Fahrten oder wechselnde Anforderungen eignen – etwa mit einem Transporter für den Umzug oder einem Kleinwagen für die Innenstadt.
4. Wirtschaftlicher Vergleich
Als Orientierung gilt: Bei einer vergleichsweise niedrigen jährlichen Fahrleistung kann Carsharing günstiger sein als ein eigenes Fahrzeug. Ob und ab welcher Fahrleistung sich das Modell rechnet, hängt jedoch unter anderem vom Anbieter, Tarif, Fahrzeugtyp, Wohnort und den individuellen Kosten eines eigenen Autos ab.
Bei einer hohen und regelmäßigen Nutzung kann ein eigenes Fahrzeug wirtschaftlich sinnvoller sein. Für einen belastbaren Vergleich sollten sämtliche Fix- und Nutzungskosten berücksichtigt werden.
5. Mögliche Auswirkungen auf Fahrzeuge und Parkflächen
Carsharing kann dazu beitragen, die Zahl privater Fahrzeuge und den damit verbundenen Stellplatzbedarf zu verringern. Voraussetzung ist insbesondere, dass Nutzende durch das Angebot auf ein eigenes Fahrzeug verzichten und Carsharing mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad- und Fußverkehr kombinieren.
Nach Angaben des Umweltbundesamtes kann ein stationsbasiertes Carsharing-Fahrzeug je nach örtlichen Bedingungen mehrere private Fahrzeuge ersetzen. Die konkrete Wirkung hängt jedoch vom Carsharing-Modell, vom Standort und vom Mobilitätsverhalten der Nutzenden ab.
Ein geringerer privater Fahrzeugbestand kann außerdem den Bedarf an Fahrzeugherstellung und Parkflächen reduzieren. Ob dadurch insgesamt weniger Ressourcen benötigt werden, muss unter Berücksichtigung der eingesetzten Flotte, ihrer Auslastung, ihrer Nutzungsdauer und des tatsächlichen Ersatzes privater Fahrzeuge bewertet werden.
Einige Anbieter setzen Elektrofahrzeuge ein. Batterieelektrische Fahrzeuge können über ihren gesamten Lebenszyklus geringere Treibhausgasemissionen verursachen als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Die konkrete Bilanz hängt unter anderem vom Fahrzeugmodell, von der Batterieherstellung, der Fahrleistung und dem zum Laden verwendeten Strommix ab.
Carsharing kann insbesondere infrage kommen für:
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Menschen mit geringer jährlicher Fahrleistung
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Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner
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Personen ohne festen Stellplatz
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Menschen mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr
Wer täglich längere Strecken fährt oder in einer Region mit geringem Carsharing-Angebot lebt, kann mit einem eigenen Fahrzeug flexibler sein.